Wolfgang Schneider Foto: Pressestelle AKNDS

Wolfgang Schneider als Kammerpräsident verabschiedet und zum Ehrenpräsident gewählt

Am 01.03.2018 endete mit der Wahl von Robert Marlow zum Präsidenten der Architektenkammer Niedersachsen eine Ära: die Ära Wolfgang Schneider.
Wolfgang Schneider kandidierte nach drei Wahlperioden und damit 15 Jahren Amtszeit nicht erneut für die Wahl zum Kammerpräsidenten.

Wolfgang Schneider war nach Friedrich Lindau, Carsten Mannhardt und Peter Stahrenberg der vierte Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, und wie seine Vorgänger kam er aus dem BDA. Bevor er 2003 zum Präsidenten gewählt wurde, war er Vorsitzender des BDA Niedersachsen.

Wolfgang Schneider überzeugte mit der Haltung und der Glaubwürdigkeit, mit der er dieses Amt bekleidete. Mit der Art und Weise, wie es ihm gelungen ist, der Architektenkammer Niedersachsen, den Anliegen der Architekten, Stadtplaner, Landschafts- und Innenarchitekten in der politischen Landschaft des Landes und weit darüber hinaus Stimme und Gewicht zu geben.
Er hat dafür gesorgt, dass der Berufsstand nicht nur wahrgenommen, sondern ernstgenommen wird.
Das ist sein Verdienst.

Seine Argumentations- und Überzeugungskraft waren in den letzten Jahren ganz wichtig, z.B. bei der Novellierung der HOAI. Wolfgang Schneiders Einfluss auf den politischen Prozess seinerzeit ist mittlerweile schon fast Legende – dass sich in den politischen Willenserklärungen der neuen Landesregierung der Architektenwettbewerb wiederfindet, ist Realität!

Dieser große Einfluss, den er gewann, hat auch ganz viel mit seiner überragenden Fähigkeit zur Kommunikation zu tun.

Dabei war Wolfgang Schneider das Engagement für die Förderung der Baukultur eine Selbstverständlichkeit und ein überragendes Bedürfnis. Das Positionieren des Niedersächsischen Staatspreises, das Entwickeln des Formates “Architektur im Dialog” für die Lavesstiftung, das Eintreten für den Architektenwettbewerb sind nur Beispiele.
Bei all´ dem sind wir als Bund Deutscher Architekten in Niedersachsen stolz, dass Wolfgang Schneider einer von uns ist – dabei war für ihn aber immer klar, dass die Kammer die Kammer und der BDA der BDA ist.
Und ja – wir haben im BDA dann manchmal auch gedacht, dass die Kammer mit ihren Formaten und ihrer Reichweite es dem BDA nicht einfach macht. Aber letztlich ist die erfolgreiche Arbeit im Politischen, Kulturellen, im Publizistischen und Medialen das Wichtigste – als gemeinsames Ziel.

Was Wolfgang Schneider in den letzten Jahren geleistet hat, ist bei weitem mehr, als man von jemandem erwarten kann, der engagiert arbeitet und in ein so hervorgehobenes Amt gewählt ist. Nur wenige, die ehrenamtlich arbeiten, können wohl nachfühlen, welches Maß an Kompromissen ein solcher Einsatz für das eigene berufliche und private Leben bedeutet.

Seine gedankliche Schärfe, sein Gemeinsinn und seine Tatkraft hat er mit höchstem persönlichem Einsatz für unsere gemeinsame Sache eingesetzt.

Der BDA Niedersachsen dankt ihm dafür.Die Vertreterversammlung wählte ihn zum Ehrenpräsidenten.

Matthias Rüger, BDA Landesvorsitzender

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